FAQs

Fragen zum Stiftungsbüro

Wofür ist das Stiftungsbüro zuständig?

Das Stiftungsbüro Hamburg ist ein Kooperationsprojekt Hamburger Stiftungen zur Sichtbarmachung der Arbeit von Hamburger Stiftungen und der Stiftungsidee. Als Kommunikations- und Veranstaltungsbüro koordiniert das Stiftungsbüro unter anderem die Hamburger Stiftungstage sowie Vernetzungsangebote für Stiftungen wie Thementage oder Schulterblicke. 

Gehört das Stiftungsbüro zur Justizbehörde?

Das Hamburger Stiftungsbüro gehört nicht zur Justizbehörde. Das Stiftungsbüro Hamburg ist in der BürgerStiftung Hamburg verortet und wird durch den Initiativkreis Hamburger Stiftungen gefördert.

Welche Aufgaben übernimmt die Justizbehörde?

Jedes Bundesland hat eine eigene Aufsichtsbehörde für Stiftungen. In Hamburg ist die Stiftungsaufsicht bei der Justizbehörde angesiedelt. Das Referat „Stiftungsangelegenheiten“ prüft bei der Errichtung einer Stiftung deren Rechtmäßigkeit und Gemeinnützigkeit und wacht nach der Anerkennung der Stiftung über die Erfüllung des Satzungszwecks.

Das Hamburger Stiftungsreferat versteht sich darüber hinaus als Servicestelle für Stifter*innen, Stiftungen und Stiftungsvorstände. Im Mittelpunkt stehen Beratung und Hilfen, zum Beispiel bei Neugründungen und Satzungsänderungen, aber auch bei Konflikten oder finanziellen Problemen. Auf den Internetseiten des Referats können das Hamburgische Stiftungsgesetz, Mustertexte und weitere Informationen eingesehen werden.

Außerdem unterstützt die Justizbehörde das Hamburger Stiftungswesen mit Initiativen zu politischem Recht, durch die Vergabe des Hamburger Stiftungspreises und mit dem jährlichen Neustifterempfang.

Information und Kontakt

Drehbahn 36
20354Hamburg

Postfach 30 28 22
20310Hamburg

Fax: 040 4273-13255

Kann ich mich bei Ihnen beraten lassen?

Das Stiftungsbüro Hamburg fokussiert sich vor allem auf Veranstaltungen und Kommunikation zur Sichtbarmachung der Hamburger Stiftungen sowie der Stiftungsidee. Zur Zeit haben wir kein institutionalisiertes Beratungsangebot. Bei allgemeinen Fragen, können Sie sich gerne telefonisch oder per E-Mail bei uns melden. Bei Fragen zur Stiftungsgründung wenden Sie sich bitte an die Hamburger Justizbehörde oder an den Bundesverband Deutscher Stiftungen oder das Deutsche Stiftungszentrum. Hinweise hierzu finden sie unter dem nachfolgenden Punkt ↓"Ich will eine Stiftung gründen, bin ich bei Ihnen richtig?".

Bei Fragen zu Förderungen, finden Sie Hinweise unter den Punkten ↓"Wo finde ich Stipendienprogramme?", ↓"Wie kann ich mein Projekt finanzieren lassen?" und ↓"Von welcher Stiftung kann ich eine Geldspende für ein konkretes Projekt bekommen?"

Informationen zu Stiftungen, Finanzierungen und Neugründungen

Gibt es eine Liste aller Hamburger Stiftungen?

Das Hamburger Stiftungsverzeichnis enthält umfangreiche Daten zu den Stiftungen, die ihren Sitz in Hamburg haben. Hier können Sie nach einzelnen Stiftungen suchen und sich alle Stiftungen mit Sitz in Hamburg anzeigen lassen.

Ich möchte mich gerne ehrenamtlich betätigen, an wen kann ich mich wenden ?

Ich will eine Stiftung gründen, wo kann ich mich beraten lassen?

Sehr gerne stehen wir Ihnen für allgemeine Fragen zur Verfügung. Für rechtliche Fragen zur Stiftungsgründung wenden Sie sich bitte an die Justizbehörde (040 42843-5246 und -5275) oder an das Deutsche Stiftungszentrum. Für Fragen zur Satzungsgestaltung, zu steuerlichen Vorteilen des Stiftens sowie zum Stiftungsrecht und Stiftungsmanagement können Sie sich auch an die persönliche juristische Beratung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen wenden.

Einige Antworten auf allgemeine Fragen zur Stiftungsgründung finden Sie zusätzlich hier.

Hier finden Sie weitergehend Checklisten und Muster

Wo finde ich Stipendienprogramme?

Wie kann ich mein Projekt finanzieren lassen?

Wenn Sie auf der Suche nach einer bestimmten Stiftung oder Förderanfrage sind, verwenden Sie die Suchmaske des Deutschen Stiftungszentrum oder die Suchmaske der Hamburger Stiftungsdatenbank. 

Allgemeine Förderanfragen oder eine ausführliche Beratung bei der Suche der passenden Stiftungen können durch das Stiftungsbüro Hamburg leider derzeit aus organisatorischen und kapazitären Gründen nicht geleistet werden.

Von welcher Stiftung kann ich eine Sach- oder Geldspende für ein konkretes Projekt bekommen?

Wenn Sie eine bestimmte Förderanfrage haben, verwenden Sie die Suchmaske des Deutschen Stiftungszentrum oder die Suchmaske der Hamburger Stiftungsdatenbank.

Einzelförderungen stellen unter anderem in Hamburg folgende Stiftungen bereit:

Diakonie Hamburg

Uwe Seeler-Stiftung

Hamburgische Brücke

Welche Fördermöglichkeiten für Theater-, Performance- und Tanzprojekte gibt es in Hamburg?

Ein guter Ansprechpartner für Theater, Performance und Tanz in Hamburg ist der DfdK Hamburg e.V. (https://dfdk.de/) und auf Bundesebene der Bundesverband freie darstellende Künste (BFDK) (https://darstellende-kuenste.de/de/)

Auf Bundesebene gibt es sechs Bundeskulturförderfonds, wovon drei  für die Theater, Performance und Tanz in Frage kommen – der Fonds Darstellende Künste, die Kulturstiftung des Bundes, das Nationale Performance Netz und außerdem Sonderprogramme wie „Kultur macht stark“ (finanziert über das Bundesministerium für Bildung und Forschung) oder andere Sonderprogramme weiterer Bundesministerien wie z. B. „Demokratie leben“.

In Hamburg gibt es die Behörde für Kultur und Medien und als Landeskulturstiftung die Hamburgische Kulturstiftung. Des Weiteren sind auch auf kommunaler Ebene Bezirke Förderakteure. Die wichtigsten Förderungen in Hamburg für die darstellende Künste sind die Projektförderung, Konzeptionsförderung, Gastspiel- und Wiederaufnahmeförderung, Basisförderung (Unterstützung zur Sicherung der Arbeitsgrundlage von bewährten Künstler*innen), Festivalförderung, Nachwuchsförderung, National Performance Net (Austausch und Verbreitung von zeitgenössischem Tanz und Theater) und Institutionelle Förderungen von ausgewählten Privattheatern.

Weitere Förderakteure darstellender Künste in Hamburg sind beispielsweise:

  • ZEIT-Stiftung
  • Ilse und Dr. Horst Rausch- Stiftung (Konzeptionsförderung, kultureller Austauschzwischen Hamburg und Berlin)
  • Cafe Royal Kulturstiftung
  • Hamburgische Kulturstiftung (Produktionskostenzuschuss)
  • Alfred- Toepfer Stiftung (KAIROS-Preis)
  • Claussen-Simon-Stiftung (einjähriges Arbeitsstipendium )
  • Gabriele Fink Stiftung
  • Hapag Lloyd Stiftung
  • Körber-Stiftung
  • Hamburger Kreativgesellschaft
  • Budnianer
  • Rudolf Augstein Stiftung
  • Fleetstreet Residenzen
  • Roger Willemsen Stiftung (Arbeitsstipendium)

Allgemeine Fragen zu Stiftungen

Was sind Stiftungen?

Der Begriff „Stiftung“ ist nicht im Gesetz definiert, aus verschiedenen Rechtsvorschriften sowie aus Rechtsprechung und Literatur ergibt sich jedoch eine Reihe von Merkmalen, die eine Stiftung kennzeichnen. Die wichtigsten Merkmale sind das Stiftungsvermögen, der Stiftungszweck und die Stiftungsorganisation.

Stiftungen verfolgen das Ziel, sich langfristig für einen gemeinnützigen Zweck zu engagieren, hierzu bringt der*die Stifter*Stifterin sein Vermögen in eine Stiftung ein. Diese Kapital ist meist auf die Ewigkeit angelegt. Wer eine Stiftung errichtet, trennt sich unwiderruflich von seinem Vermögen. Dieses Vermögen legt die Stiftung sicher und gewinnbringend an und verwirklicht aus ihren Erträgen und sonstigen Mitteln (z.B. Spenden) die Stiftungsprojekte. Das gestiftete Vermögen selbst muss als Grundkapital der Stiftung erhalten bleiben. Denn eine Stiftung ist für die Ewigkeit gedacht und kann in der Regel nicht aufgelöst werden. Rund zwei Drittel der Stifter in Deutschland sind Privatpersonen, oft betätigen sich aber auch Organisationen als Stifter. 95 Prozent der Stiftungen in Deutschland arbeiten ausschließlich gemeinnützig und engagieren sich das Allgemeinwohl. Stiftungen sind die einzige gesellschaftliche Einrichtung, deren Vermögensmasse auf Dauer einem bestimmten Zweck gewidmet ist. Wann genau eine Stiftung gemeinnützig ist, hat der Staat gesetzlich festgelegt. Nur wenn das Finanzamt eine Stiftung als gemeinnützig anerkennt, wird sie steuerlich begünstigt.

Was ist der Unterschied zwischen fördernden und operativen Stiftungen?

Fördernde Stiftungen leisten meist ausschließlich finanzielle Unterstützung für andere Organisationen, Projekte oder Einzelpersonen, die dem Zweck der Stiftung entsprechen. Operative Stiftungen setzen sich für eigene Projekte ein und investieren ihr Budget in ihre eigenen Aktivitäten. Stiftungen können auch in beiden Feldern gleichzeitig tätig sein.

Wer kann stiften?

Im Grunde kann jeder stiften. Ein Mindestkapital für eine Stiftungsgründung ist nicht vorgeschrieben. Jedoch wird davon ausgegangen, dass eine selbstständige Stiftung erst ab einem Stiftungsvermögen von 50.000 bis 100.000 Euro kaufmännisch sinnvoll betrieben werden kann.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Zustiftung. Unter einer Zustiftung versteht man eine freiwillige Zuwendung an eine Stiftung. Zustiften ist dann sinnvoll, wenn sich jemand für einen bestimmten Zweck engagieren möchte, ihm*ihr jedoch für eine eigenen Stiftung der Gründungsaufwand zu hoch ist oder weniger als 50.000 bis 100.000 Euro zur Verfügung stehen.  Zustiftungen erhöhen das Grundstockvermögen einer Stiftung. Viele Stiftungen nehmen auch Spenden an. Hierdurch können Stiftungen ebenfalls unterstützt werden.

Was sind die Grundsätze guter Stiftungspraxis?

Stiftungen sind durch ihre Rechtsnatur dem Gemeinwohl verpflichtet. Nach dem Vorbild der 1994 vom European Foundation Center vorgelegten freiwilligen Richtlinien, die „EFC Principles of Good Practice“, verabschiedeten die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen im Mai 2006 erstmals einen übergreifenden ethischen Orientierungsrahmen für Stiftungsorgane und deren Handeln, „die Grundsätze guter Stiftungspraxis“. Immer mehr Stiftungen gestalten ihre Stiftungsarbeit entsprechend diesen Grundsätzen. Die Grundsätze bieten einen Orientierungsrahmen für effektives und uneigennütziges Stiftungshandeln.

Zu den Kernaussagen zählen zum einen das Transparenzgebot, welches verdeutlicht, dass die Bereitstellung von Informationen ein Ausdruck der originären Verantwortung jeder gemeinnützigen Organisation gegenüber der Gesellschaft ist. Zum anderen die Vermeidung von Interessenkonflikten zwischen dem am Gemeinwohl ausgerichteten Stiftungsauftrag und privaten Interessen der handelnden Personen. Weiterhin enthalten die Grundsätze guter Stiftungspraxis Hinweise für eine wirkungsvolle Organisation der Stiftungsverwaltung, unabhängig ob diese von ehren-­ oder hauptamtlich tätigen Kräften wahrgenommen wird. Auch wird die Bedeutung der Wirtschaftlichkeit und Effizienz des Stiftungshandelns besonders hervorgehoben.

Weiterführende Informationen und Praxistipps finden Sie hier.

Welche Typen von Stiftungen gibt es?

Hinter dem Begriff Stiftung können Betreibe mit verschiedene Rechtsformen und Typen stehen. Die beliebtesten Rechtsformen sind rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts und die Treuhandstiftung. Stiftungen können jedoch auch eine Stiftungs-GmbH oder ein Stiftungsverein sein.

Wie viele Stiftungen gibt es in Hamburg?

Mit 1.445 Stiftungen ist Hamburg die Stadt mit den meisten Stiftungen in Deutschland. Auch bei der Stiftungsdichte belegt Hamburg mit 78 Stiftungen pro 100.000 Einwohner*innen nach wie vor den ersten Platz im Vergleich der Bundesländer. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 28. Somit ist und bleibt Hamburg eine wichtige Triebfeder und ein Angelpunkt für die bundesweite Stiftungslandschaft.

Gibt es eine Auflistung aller Stiftungen in einem bestimmten Stadtteil?

Derzeit gibt es leider keine Auflistung nach Stadtteilen. Das Hamburger Stiftungsverzeichnis enthält umfangreiche Daten zu den Stiftungen, die ihren Sitz in Hamburg haben. Hier können Sie nach einzelnen Stiftungen suchen und sich alle in Hamburg gemeldeten Stiftungen anzeigen lassen, die Filterung nach Stadtteilen ist leider nicht möglich.