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Pressemitteilung

Hamburg, 10. Juni 2021: Pressemitteilung 

Hamburger Stiftungstage 12.-20. Juni 2021: Lass uns über morgen reden! Hamburger Stiftungsrede: Michael Otto fordert mehr gemeinsames Engagement für nachhaltige Entwicklungen

Lass uns über morgen reden! Unter diesem Motto starten am Samstag, 12. Juni, die 6. Hamburger Stiftungstage. Viele der 1.460 Stiftungen beteiligen sich mit Veranstaltungen am generationenübergreifenden Programm, das vom Hamburger Stiftungsbüro initiiert wird. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Thema Nachhaltigkeit.

„Wie tragen Stiftungen dazu bei, unsere Stadt noch lebenswerter zu machen? Mit den Stiftungstagen laden wir die Hamburgerinnen und Hamburger ein, sich über die Arbeit ‚ihrer‘ Stiftungen zu informieren, auch hinter die Kulissen zu blicken und miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagt Dagmar Entholt-Laudien, Vorstandsvorsitzende der BürgerStiftung Hamburg. „Dabei fassen wir den Begriff Nachhaltigkeit ganz bewusst weit: Nicht nur Umwelt- und Klimaschutzstiftungen sind gefordert, wenn es um Nachhaltigkeit geht – dies betrifft alle gesellschaftlichen Bereiche und somit alle Hamburger Stiftungen.“

14. Juni: Michael Otto hält erste Hamburger Stiftungsrede und diskutiert in prominent besetzter Runde

„Bei den Hamburger Stiftungstagen zeigen Stiftungen im Gespräch mit der Politik und mit Bürgerinnen und Bürgern Beispiele auf und geben Anstöße, wie Hamburg noch umweltfreundlicher, noch nachhaltiger werden kann“, sagt Michael Otto, hanseatischer Unternehmer und Gründer der Umweltstiftung Michael Otto, in der ersten Hamburger Stiftungsrede am Montag, 14. Juni. Im Anschluss diskutieren Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher, Maja Göpel, Politökonomin von The New Institute, Annika Rittmann von Fridays for Future Hamburg sowie Michael Otto, was Hamburg zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele plant und wie das Ziel Klimaneutralität erreicht werden kann.

„Hamburg macht Fortschritte auf dem Weg zur klimaneutralen und ressourcenschonenden Stadt, mit einer nachhaltigen Energieversorgung, emissionsarmer Mobilität, energieeffizienten Gebäuden und einer innovativen Industrie“, sagt Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher. „Nachhaltigkeit ist auch ein gesellschaftlicher Bewusstseinswandel, zu dem die Arbeit der Stiftungen in Hamburg einen wichtigen Beitrag leistet.“

Die Veranstaltung wird ab 19 Uhr per Livestream auf www.koerber-stiftung.de übertragen.

Corona-konformes Programm für alle Hamburger:innen

Die meisten Stiftungen setzen wegen der Corona-Pandemie auf Outdoor-Events oder das Internet. Bei Freiluft-Konzerten, Stadtrundgängen, Waldbaden, Online-Diskussionsrunden, Expeditionen, Kunst auf dem Spielbudenplatz und vielen weiteren Veranstaltungen befassen sie sich mit verschiedenen Facetten des gesellschaftlichen Engagements.

„Die Stiftungen haben gemeinsam mit uns ein Programm auf die Beine gestellt, das ganz sicher auch für diejenigen interessant ist, die sich sonst nicht unbedingt für Stiftungsarbeit interessieren“, sagt Entholt-Laudien. „Fast alle Veranstaltungen sind kostenfrei, sodass wir zum Beispiel auch Familien ein wenig Abwechslung bieten können, für die gemeinsame Freizeitaktivitäten vielleicht nicht erschwinglich sind.“

Programm-Highlights

  • Musikando, 11.06.: Freiluft-Konzerte von 13-21 Uhr am Westufer der Alster. Eine Aktion von Alfred Toepfer Stiftung und Körber-Stiftung. Mit weiteren Hamburger Stiftungen unterstützen sie während der Corona-Pandemie freie Musiker:innen und ermöglichen Konzerte in Senioren- und Pflegeheimen.
  • Langer Tag der Stadtnatur, 12. und 13.06.: mit der Loki Schmidt Stiftung Kulturlandschaften in und um Hamburg entdecken, u.a. Waldbaden
  • „In Wahrheit brauchen wir doch alle mal Hilfe“, 12. bis 19.06.: Fotoausstellung zu sozialer Nachhaltigkeit von Hamburg Leuchtfeuer, Levantehaus
  • Stadtführung zum UNESCO-Weltkulturerbe, 15.06.: Hamburgs Kontorhäuser und die Speicherstadt, organisiert von der Claussen-Simon-Stiftung
  • Spielbudenfestival, 17.06.: Straßenkunst mitten auf der Reeperbahn, auf die Beine gestellt von der Corny Littmann Stiftung für Kunst und Kultur
  • Wer wird überleben? Die Zukunft von Mensch und Natur, 20.06.: Lesung von Lothar Frenz mit anschließender Diskussion u.a. mit Umweltsenator Jens Kerstan, organisiert von der Loki Schmidt Stiftung in Kooperation mit dem Stiftungsbüro Hamburg und der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Das vollständige Programm unter www.hamburger-stiftungstage.de.

Hörspaziergang „Stiftungen bewegen die Stadt“

Anlässlich der Hamburger Stiftungstage hat das Stiftungsbüro Hamburg einen Hörspaziergang veröffentlicht. Beim Schlendern durch Deutschlands Stiftungshauptstadt mit Stationen unter anderem im Grindelviertel, in Planten un Blomen, an der Alster und in der Speicherstadt lernen Interessierte viel über die Geschichte der Hamburger Stiftungen und ihr Wirken in der Hansestadt. Handy, Kopfhörer und Internetverbindung genügen.

Mehr unter www.hamburger-stiftungen.de/stiftungstage-2021/hoerspaziergang/.

Hamburger Stiftungstage für Journalist*innen:

Hamburg, 02. Juni 2021: Presse-Einladung und Terminhinweis

Hamburger Stiftungstage 12.-20. Juni 2021: Lass uns über morgen reden! / Digitale Veranstaltungen und Programm vor Ort für alle Hamburger:innen

Hamburg, 02. Juni 2021. Zu den Hamburger Stiftungstagen vom 12.-20. Juni (www.hamburger-stiftungstage.de) laden wir Sie herzlich ein und freuen uns, wenn Sie Ihre Leser:innen bzw. Hörer:innen oder Zuschauer:innen informieren.

Hamburger Stiftungsrede mit Michael Otto / prominent besetzte Diskussionsrunde

Michael Otto, hanseatischer Unternehmer und Gründer der Umweltstiftung Michael Otto, hält am Montag, 14. Juni, um 19 Uhr die erste Hamburger Stiftungsrede. Im Zentrum dabei steht die Frage: Welchen Beitrag können und sollten Hamburgs Stiftungen für Nachhaltigkeit leisten – auch zur Erreichung der Pariser Klimaziele? Im Anschluss diskutieren Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher, Nachhaltigkeitswissenschaftlerin Maja Göpel, Annika Rittmann von Fridays for Future Hamburg sowie Michael Otto unter dem Motto „Lass uns über morgen reden“, was Hamburg zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele plant und wie das Ziel Klimaneutralität erreicht werden kann.

Die Veranstaltung wird per Livestream aus der Körber-Stiftung auf www.koerber-stiftung.de übertragen. Das Publikum kann sich mit Fragen beteiligen.

Bitte melden Sie sich bei uns an und kontaktieren uns im Vorfeld für Interviews/O-Töne.

Dezentrales Veranstaltungsprogramm zum Thema Nachhaltigkeit – digital und vor Ort

Die Hamburger Stiftungstage finden bereits zum sechsten Mal statt. Mehr als 120 Hamburger Stiftungen beteiligen sich mit Veranstaltungen, in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie auch mit digitalen Angeboten. Herausgekommen ist ein buntes, vielfältiges Programm mit Konzerten, Expeditionen, Kunstinstallationen und Diskussionen. Die Hamburgerinnen und Hamburger sind eingeladen, sich davon ein Bild machen, wie sich die Stiftungen der Stadt aktuell zum Thema Nachhaltigkeit aufstellen. Ausrichter der Stiftungstage ist das Stiftungsbüro Hamburg.

Programm-Highlights

  • Nachhaltigkeit in der Obdachlosenhilfe, 12.06.: Rundgang durch Hamburgs Innenstadt und Diskussion, Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit Hamburg
  • Langer Tag der Stadtnatur, 12./13.06.: mit der Loki Schmidt Stiftung Kulturlandschaften in und um Hamburg entdecken, u.a. Waldbaden. tagderstadtnaturhamburg.de
  • „In Wahrheit brauchen wir doch alle mal Hilfe“, 12.-19.06.: Fotoausstellung zu sozialer Nachhaltigkeit von Hamburg Leuchtfeuer, Levantehaus,
  • Stadtführung zum UNESCO-Weltkulturerbe, 15.06.: Hamburgs Kontorhäuser und die Speicherstadt, organisiert von der Claussen-Simon-Stiftung
  • Spielbudenfestival, 17.06.: Straßenkunst mitten auf der Reeperbahn, auf die Beine gestellt von der Corny Littmann Stiftung für Kunst und Kultur
  • Wer wird überleben? Die Zukunft von Mensch und Natur, 20.06.: Lesung von Lothar Frenz mit anschließender Diskussion u.a. mit Umweltsenator Jens Kerstan, organisiert von der Loki Schmidt Stiftung in Kooperation mit dem Stiftungsbüro Hamburg und der Patriotischen Gesellschaft von 1765
  • Stiftungen bewegen die Stadt – Ein Hörspaziergang: online abrufbar unter hamburger-stiftungstage.de

Mehr zum diesjährigen Schwerpunktthema Nachhaltigkeit und zum Programm unter www.hamburger-stiftungstage.de. Die meisten Veranstaltungen sind kostenfrei.

Hamburger Stiftungstage für Journalist:innen:

Hamburg, 28. April 2021: Save the date und Terminhinweis

Hamburger Stiftungstage 12.-20. Juni 2021: Lass uns über morgen reden! / Digitale Veranstaltungen und Programm vor Ort für alle Hamburger*innen

Hamburg, 28. April 2021. Zu den Hamburger Stiftungstagen vom 12.-20. Juni laden wir Sie herzlich ein und freuen uns, wenn Sie Ihre Leser:innen informieren.

Hamburger Stiftungsrede mit Michael Otto / prominent besetzte Diskussionsrunde
Michael Otto, hanseatischer Unternehmer und Gründer der Umweltstiftung Michael Otto, hält am Montag, 14. Juni, um 19 Uhr, die erste Hamburger Stiftungsrede. Im Zentrum dabei steht die Frage: Welchen Beitrag können und sollten Hamburgs Stiftungen für Nachhaltigkeit leisten – auch zur Erreichung des Pariser Klimaziels?

Im Anschluss diskutieren Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher, Nachhaltigkeitswissenschaftlerin Maja Göpel, Annika Rittmann von Fridays for Future Hamburg sowie Michael Otto unter dem Motto „Lass uns über morgen reden“.

Die Veranstaltung wird per Livestream übertragen, das Publikum kann sich mit Fragen beteiligen.

Dezentrales Veranstaltungsprogramm zum Thema Nachhaltigkeit – digital und vor Ort
Viele Hamburger Stiftungen beteiligen sich an den Hamburger Stiftungstagen. In diesem Jahr ergänzen aufgrund der Corona-Pandemie zahlreiche digitale Angebote die Veranstaltungen vor Ort. Ausrichter der Stiftungstage ist das Stiftungsbüro Hamburg.

Mehr zum diesjährigen Schwerpunktthema Nachhaltigkeit und zum Programm unter www.hamburger-stiftungstage.de. Die meisten Veranstaltungen sind kostenfrei.

Veranstaltungsübersicht

Tabellarische Übersicht

Downloads

Hamburger Stiftungstage 2021: Logo 

Hamburger Stiftungstage 2021:

Hamburger Stiftungstage 2021

Hamburger Stiftungstage 2021: Keyvisual

Hamburger Stiftungstage Keyvisual mit grünem Hintergrund Hamburger Stiftungstage Keyvisual

Fotocredits: Adobe Stock/Samuel B., digitalskillet, Asife, Rido, Seventyfour, Gribanov, Antonio Diaz, fizkes, Xesai, shapecharge, Charday Penn, visualspace, SolStock, blackCAT, SolStock, Nektarstock, SeventyFour, UserGI15613517, insta_photos, Matthias Lindner, Lisa Vlasenko

Hamburger Stiftungstage 2021: Plakate

Hintergrundinformationen 

Stiftungsbüro Hamburg: Kurztext

Das Hamburger Stiftungsbüro macht die Arbeit der Hamburger Stiftungen und die Stiftungsidee für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sichtbar und bringt Hamburger Stiftungen zusammen: Dabei stehen verschiedene Veranstaltungen wie die Hamburger Stiftungstage und Vernetzungsformate für Stiftungen im Fokus. Das Stiftungsbüro Hamburg ist in der BürgerStiftung Hamburg verortet, finanziert durch den Initiativkreis Hamburger Stiftungen.

Stiftungswesen in Hamburg

Hamburg ist „Hauptstadt der Stiftungen“ in Deutschland. Die vielfältige Stiftungslandschaft der Hansestadt ermöglicht gezielte und unbürokratische Unterstützung – auch dort, wo öffentliche Gelder nicht ausreichen.

Die älteste Stiftung Hamburgs besteht schon seit fast 800 Jahren: Im Jahr 1227 gründeten wohltätige Hamburger:innen das „Hospital zum Heiligen Geist“. Seitdem hat sich viel getan in der Hamburger Stiftungslandschaft: 1.460 Stiftungen registriert die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz innerhalb der Stadtgrenzen – so viele wie in keiner anderen Stadt in Deutschland. Rechnet man die Zahl der Stiftungen auf die Einwohner:innen um, kommen auf je 100.000 Einwohner:innen 78,7 Stiftungen. Auch das ist bundesweit einmalig: Der Durch-schnitt liegt bei 28,7 Stiftungen.

Platz für Große und Kleine

Diese Stiftungsdichte ermöglicht Vielfalt. Das zeigt sich etwa am Stiftungskapital: Zwar gibt es in Hamburg im Bundesvergleich die meisten Stiftungen mit einem Kapital von über zehn Millionen Euro – 14,7 Prozent der Hamburger Stiftungen verfügen laut der Datenbank Deutscher Stiftungen über diese Summe. Deutlich mehr (53,8 Prozent) engagieren sich jedoch mit einem Stiftungsvermögen von unter einer Million Euro für das Gemeinwohl – 13,6 Prozent von diesen steht weniger als 100.000 Euro zur Verfügung. Insgesamt beläuft sich die Gesamtsumme des in Hamburg verwalteten Stiftungskapitals auf 10,8 Milliarden Euro. Und es wächst weiter: „Wir registrieren jährlich etwa 20 bis 25 Neustiftungen“, sagt Johanna Kuhnert vom Hamburger Stiftungsbüro. Die Hamburger Stiftungen kooperieren zudem regelmäßig. „Diese Zusammenarbeit schafft dringend benötigte Unterstützung für die Menschen in Hamburg und setzt wichtige Akzente“, so Kuhnert. Aktuelles Beispiel: Letztes Jahr haben sich 17 Stiftungen zusammengetan und den Gemeinschaftsfonds „Hamburger Spielräume für Kinder, Jugendliche und Familien“ in der Corona-Krise aufgelegt.

Vielfältig für Hamburg

So unterschiedlich die Vermögen, so vielseitig sind die Themen und Schwerpunkte der in Hamburg ansässigen Stiftungen. Dennoch gibt es Trends, die die Stiftungsarbeit in Hamburg besonders prägen: Besonders viele Hamburger Stiftungen widmen sich den Bereichen Gesellschaft, Bildung und Wissenschaft. Vielfalt herrscht auch bei den Förderformen: Manche Stiftungen unterstützen unmittelbar, andere entwickeln eigene Projekte und Programme, und wieder andere verschreiben sich der ausschließlichen Förderung von Dritten, etwa Forschungsprojekten.

Dem Stiftungszweck verpflichtet

Stiftungsarbeit ist per se nachhaltig. Eine Stiftung ist für die Ewigkeit gedacht. Wer eine Stiftung gründet, trennt sich für immer von seinem Privatvermögen. Hinzu kommt: Das Stiftungsvermögen darf ausschließlich für den ausgewiesenen Stiftungszweck verwendet werden. Damit eine Stiftung ihre Aufgaben kontinuierlich erfüllen kann, bleibt das gestiftete Vermögen als Grundkapital unantastbar. Die Stiftung ist verpflichtet, es sicher und gewinn-bringend anzulegen. Aus den so erwirtschafteten Erträgen finanziert sich die gemeinnützige Arbeit. Sichergestellt wird dies unter anderem durch die Kontrolle der in allen Bundesländern eingerichteten Stiftungsaufsicht. In Hamburg sitzt diese in der Justizbehörde.

An Hamburgs Seite – auch während Corona

Die langjährige und vielfältige Stiftungsarbeit prägt Hamburg. Stiftungen unterstützen Kultureinrichtungen wie die Historischen Museen Hamburgs und die Hamburgische Staatsoper, sie ermöglichen soziale Arbeit wie zum Beispiel die der Hamburger Tafel, sie bieten mit über 100 Wohnstiften dauerhaft bezahlbaren Wohnraum, schützen die Umwelt, entwickeln Bildungsangebote und fördern Wissenschaft. Die Bedeutung von Stiftungsarbeit zeigt sich nicht zuletzt auch in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie. „Wir bieten auf unserer Webseite einen Überblick über lokale, regionale und überregionale Hilfsprogramme, die Stiftungen ins Leben gerufen haben“, so Johanna Kuhnert. Darunter finden sich Hilfsfonds für Künstler:innen ebenso wie Lerninitiativen und gemeinschaftliches Engagement gegen Vereinsamung in Zeiten notwendiger Kontaktbeschränkungen.

Anstiften zur Nachhaltigkeit

Die Hamburger Stiftungstage 2021 stehen unter dem Schwerpunktthema „Nachhaltigkeit“. Das vielseitige Veranstaltungsprogramm zeigt, wie Ham-burger Stiftungen dazu beitragen, die Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals/SDGs) der Vereinten Nationen zu verwirklichen – und stärkt ein umfassendes Verständnis von Nachhaltigkeit.

Mehr als Umweltschutz

Das Wittmoor im Norden Hamburgs darf wieder richtig sumpfig werden; bildungs-benach-teiligte Jugendliche produzieren gemeinsam Filme und Theaterstücke; Expert:innen analy-sieren internationale Lieferketten unter sozialen und ethischen Gesichtspunkten; Kinder und Jugendliche experimentieren rund um naturwissenschaftliche Phänomene;  Schüler:innen nehmen einen Podcast mit und über obdachlose Menschen auf; geflüchtete Frauen bestärken sich gegenseitig darin, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Das sind nur einige Beispiele für nachhaltige Projekte und Programme von Hamburger Stiftungen.

„Wir erleben immer wieder, dass Stiftungen sich selbst gar nicht darüber bewusst sind, dass ihre Projekte und ihre Arbeit auf Nachhaltigkeit einzahlen“, beobachtet Johanna Kuhnert vom Stiftungsbüro Hamburg. Auch viele Bürger:innen verbinden Nachhaltigkeit vor allem mit Klima- und Umweltschutz. Die Hamburger Stiftungstage 2021 sollen dazu beitragen, das zu ändern. „Wir möchten zum einen deutlich machen, wie viel komplexer Nachhaltigkeit tatsäch-lich ist und aufzeigen, was durch Stiftungen in Hamburg bereits bewirkt wird. Zum anderen möchten wir mit den zahlreichen Veranstaltungen während der Stiftungstage zur Diskussion und zum Mitmachen anregen“, erläutert Kuhnert.

17 Ziele, neue Möglichkeiten

Einen Rahmen für nachhaltiges Stiftungshandeln bieten die SDGs – Sustainable Develop-ment Goals – der Vereinten Nationen. Insgesamt 17 globale Ziele für nachhaltige Entwick-lung hat die Weltgemeinschaft in der „Agenda 2030“ beschlossen. Sie umfassen ein breites Spektrum an Lebensbereichen: Klima- und Naturschutz gehören ebenso dazu wie etwa gesellschaftliche, kulturelle und politische Teilhabe, Bildung, nachhaltige Wirtschaft und Finanzpolitik, Gleichberechtigung und der Erhalt von Lebensgrundlagen. In vielen dieser Bereiche übernehmen Stiftungen bereits seit Langem Verantwortung.

Hamburger Stiftungen zu ermutigen, sich bewusst auf die SDGs zu beziehen, sieht Kuhnert als Chance: „Stiftungen können so gezielt neue Allianzen schmieden und gemeinsam mit anderen Akteur:innen in der Stadt noch besser konkrete Lösungen für mehr Nachhaltigkeit entwickeln.“

Nachhaltiges Stiftungshandeln

Nachhaltigkeit und Stiftungsarbeit passen vom Prinzip her schon gut zusammen: Wer eine Stiftung gründet, tut dies für die Ewigkeit. Jenseits des Stiftungszwecks bietet zudem der Stiftungsalltag viele Möglichkeiten, sich nachhaltig aufzustellen – etwa beim Anlegen des Stiftungskapitals, bei der Auswahl von Förderprojekten, der Gestaltung von Arbeits-bedingungen für Mitarbeitende, Diversität im Team, Produktion und Verteilung von Kommunikationsmitteln und der Veranstaltungsorganisation. Kuhnert ist überzeugt: „Stiftungen nehmen diese Alltagsverantwortung immer schon ernst. Die SDGs bewusst als Handlungsrahmen zu nutzen, ermöglicht es ihnen, sich noch umfassender und profes-sioneller nachhaltig aufzustellen.“ Davon zeugen etwa Initiativen wie „Gemeinsam zu mehr Nachhaltigkeit. Das Potenzial des Stiftens für die SDGs“ des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen oder das gemeinnützige Beratungsunternehmen „Active Philantrophy“, das Stiftungen dabei berät, ihre Arbeit nachhaltig auszurichten.

Nachhaltig unterstützen

Noch gibt es keine belastbaren Zahlen zur Nachhaltigkeit in Stiftungen.  Zumindest für Hamburg soll sich das ändern: Um einen besseren Überblick zu gewinnen, hat das Hamburger Stiftungsbüro eine Umfrage unter den Hamburger Stiftungen gestartet. Die Auswertung läuft noch. Erste Schritte zur Vernetzung in Sachen Nachhaltigkeit sind bereits getan: Beim Tag der Stiftungen im Oktober 2020 diskutierten Vertreter:innen von Hamburger Stiftungen über große und kleine Schritte hin zu klimaneutraler Stiftungsarbeit. Das Stiftungs-büro Hamburg treibt die Entwicklung nachhaltiger Stiftungsarbeit voran: „Von nachhaltiger Geldanlage über Veranstaltungsorganisation bis hin zu internen Abläufen: Aktuell entwickeln wir verschiedene Angebote zum Austausch für noch mehr Nachhaltigkeit im Stiftungswesen in Hamburg“, so Kuhnert.