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Ziel 15: Leben an Land

Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern

Entwaldung und Wüstenbildung nimmt jährlich zu und stellt eine große Herausforderung für nachhaltige Entwicklung dar, da es die Existenzgrundlage von Millionen von Menschen bedroht und den Kampf gegen die Armut erschwert. Deshalb sollen Wälder nachhaltig bewirtschaftet, Wüstenbildung bekämpft, Bodendegradation beendet und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende gesetzt werden. Beim 15. Nachhaltigkeitsziel (SDG) geht es darum, Landökosysteme zu schützen und wiederherzustellen und ihre nachhaltigen Nutzung zu fördern.
Das klingt sehr spannend. Da fallen mir die Rüm Hart Stiftung der Familie Janssen und die Deutsche Wildtier Stiftung ein. Erstere setzt sich dabei vor allem für die Förderung von Umwelt-, Natur- und Tierschutz ein. Zweitere legt ihren Fokus darauf, wilde Tiere zu schützen, deren Lebensräume zu erhalten und neue Naturgebiete zu erschaffen. Die Beiträge der Stiftungen sind unten auf der Seite zu finden, schauen Sie gerne einmal rein!

Beiträge der Stiftungen:

Rüm Hart Stiftung der Familie Janssen

Inwiefern trägt Ihre Stiftung dazu bei, das fünfzehnte SDG zu fördern und zu etablieren?

Unserer kleinen Hamburger Familienstiftung liegen insbesondere die 13. SDG "Maßnahmen zum Klimaschutz" und die 15. SDG "Leben an Land" am Herzen. Die Naturräume sind bekanntermaßen überall bedroht und auf dem Rückzug. Der Klimawandel trägt ebenfalls zur Bedrohung der biologischen Vielfalt bei. Die Artenvielfalt schwindet gerade in den letzten 40 Jahren rasant.

Unser Antrieb ist, dass wir – die jetzt lebenden Menschen – noch etwas ändern und die Biodiversität retten können. Die von uns gegründete Rüm Hart – Stiftung ermöglicht uns, eigene Projekte zur Umweltbildung und zum Schutz der biologischen Vielfalt in Hamburg und Umgebung zu entwickeln und umzusetzen.

Rüm Hart ist friesisch und bedeutet weites Herz.

Erzählen Sie uns von einem Projekt zum SDG.

Umweltbildung ist wichtig, da jeder einzelne etwas zum Schutz unserer Lebensgrundlagen beitragen kann. Wir haben beispielsweise eine App-basierte Umweltrallye entwickelt, die die Zusammenhänge zwischen globalen Umweltproblemen und ihren Auswirkungen bzw. Ursachen in Hamburg veranschaulicht. Dabei sind insgesamt 12 virtuelle Stationen auf einer attraktiven Rundtour von 2,5 Kilometern zwischen Hafen und Michel zu finden. Die geodatenbasierte Umweltrallye lotst den Nutzer von Station zu Station und vermittelt die Zusammenhänge wichtiger Zukunftsfragen. Dabei erhalten auch Hamburger/innen unbekannte Einblicke in die Stadt (https://stiftung-rüm-hart.de/hamburg-die-welt-und-ich-die-digitale-umweltrallye).

Da Deutschland hat Wildnisse bereits vor langer Zeit verloren hat, sind auch kleine Biotope wichtig für die verbliebenen Arten. Wir betreuen ein Biotop in der Nähe von Bremen, wo eine vom Aussterben bedrohte Orchideenart vorkommt. Zuletzt haben wir Ende letzten Jahres eine Streuobstwiese im Süden Hamburg angelegt.

 

Wie kann man sich engagieren? 

Bei unseren Projekten sind wir auf Unterstützung, Kooperationen oder Partnerschaften angewiesen. Gleichzeitig macht dies auch den Charme unserer Projekte aus. Wenn Sie Ideen für ein Projekt zur „Rettung der Lebensvielfalt“ haben, ein Grundstück für den Naturschutz zur Verfügung stellen wollen oder auch tatkräftige Unterstützung leisten möchten, sind wir auf Ihre Kontaktaufnahme gespannt (info (at) stiftung-ruem-hart.de).

Hier finden Sie die Website der Stiftung.

 

Deutsche Wildtier Stiftung

Wir für Wildtiere

Die Deutsche Wildtier Stiftung schützt Wildtiere, sichert Flächen für Wildtiere, mischt sich ein für Wildtiere und begeistert Menschen für Wildtiere.

Alle Informationen über unsere Artenschutz- und Naturbildungsprojekte, unsere Flächen, unser Gut in Klepelshagen, unsere Stiftung sowie alles Wissenswerte über unsere heimischen Wildtiere erfahren Sie auf www.deutschewildtierstiftung.de.

Einblick in die Welt der Wildbienen

In Deutschland leben mehr als 500 Wildbienenarten. Jede zweite davon ist vom Aussterben bedroht. Die meisten Wildbienen leben solitär und jede einzelne Art hat individuelle Ansprüche an ihren Lebensraum und ihr Nahrungsangebot. Unser Wildbienen-Clip gibt atemberaubende Einblicke:

Schmetterlinge-so beliebt und doch bedroht

Schmetterlinge, gerade die Tagfalter, sind bei Menschen sehr beliebt. Doch das nutzt ihnen wenig. 50 Prozent der Tagfalterarten stehen in Deutschland auf der Roten Liste. Der Verlust artenreicher, bunt blühender Wiesen ist ihr größtes Problem. Ein Problem, das wir lösen können, wenn wir wollen: Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich für eine naturverträgliche Landwirtschaft ein, sie unterstützt die Forschung zum Rückgang der Schmetterlinge und hilft, dass in Gärten und Parks Lebensräume für Insekten geschaffen werden.

Rotmilan-Deutschlands heimlicher Wappenvogel

Der Rotmilan ist Deutschlands heimlicher Wappenvogel - denn nirgendwo auf der Welt kommt er häufiger vor als hierzulande. Seit Beginn der 1990er Jahre nimmt der Bestand des eleganten Greifvogels allerdings ab. Hauptgrund hierfür ist die intensive Landwirtschaft. Gleichzeitig ist der Rotmilan der Greifvogel, der besonders häufig durch Windkraftanlagen getötet wird. Die Abstandsempfehlungen der Staatlichen Vogelschutzwarten zu Windenergieanlagen müssen deswegen eingehalten werden!

Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert:

- Abwechslungsreiche Kulturlandschaften!

- Keine Windenergieanlagen in der Nähe seiner Brutplätze!

Freiheit für den Rothirsch

Die Forderungen der Deutschen Wildtier Stiftung für einen besserem Umgang mit den Rothirschen. 200.000 bis 250.000 Rothirsche leben in Deutschland. Es sind die größten heimischen Wildtiere. Dennoch sieht man sie nur selten. Der Mensch hat den Rothirsch aus großen Teilen seines Lebensraumes ausgesperrt. Eigentlich ist der Rothirsch ein Tier des Offenlandes, doch die Menschen haben ihn mit ihrer intensiven Landnutzung und einer falschen Jagdpolitik in den Wald getrieben und zu einem nachtaktiven Tier gemacht. Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert: Keine Beschränkung des Lebensraums auf „Rotwildgebiete“! Kürzere Jagdzeiten und keine Jagd in der Nacht! Lasst den Rothirsch wieder ins Offenland!

Gämse - Der Konflikt in Bayern

In Deutschland finden Gämsen vor allem in Bayern einen geeigneten Lebensraum: Felsige Regionen für den Sommer und Wälder für den Winter. Doch Gamswild wird in Bayern gerade in öffentlichen Wäldern sehr intensiv gejagt. Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert: Schluss mit der übermäßigen Jagd auf Gämsen! Auch Tiere des Naturraums Alpen verdienen Schutz.

Hier finden Sie die Website der Stiftung.

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