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Ziel 14: Leben unter Wasser

Ozeane, Meere und Meeres­res­sourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen

Regenwasser, Trinkwasser, Klima, und ein Großteil unserer Nahrung werden letztlich vom Meer bereitgestellt und reguliert.  Gegenwärtig nimmt jedoch die Verschmutzung und Übersäuerung der Ozeane kontinuierlich zu. Um dem entgegenzuwirken, müssen Vorschriften erlassen werden, um Überfischung, Meeresverschmutzung und Versauerung der Meere zu verringern. Dazu fordert das 14. Nachhaltigkeitsziel (SDG), Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung zu erhalten und nachhaltig zu nutzen.

Die Deutsche Meeresstiftung setzt sich vor allem für eine nachhaltige Entwicklung unserer Ozeane ein. Dazu steht sie in einem interdisziplinären Dialog mit verschiedenen Akteuren und initiiert Projekte und Kampagnen. In ihrem Beitrag erzählen sie davon. Schauen Sie gerne mal rein!

Beiträge der Stiftungen:

Deutsche Meeresstiftung

Inwiefern trägt Ihre Stiftung dazu bei, das vierzehnte SDG zu fördern und zu etablieren?

Die 2015 gegründete gemeinnützige Deutsche Meeresstiftung versteht sich als Moderatorin  im interdisziplinären Dialog zum Schutz der Ozeane zwischen Verantwortlichen aus Umwelt, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung sowie Naturschutz und Kultur über eine nachhaltige wirtschaftliche Nutzung der Meere. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, mithilfe von öffentlichkeitswirksamen Projekten das Ozeanbewusstsein in der Bevölkerung zu stärken und den  Zusammenhang vom Leben unter Wasser (SDG 14) mit unserem Leben an Land herzustellen.  Einen Schwerpunkt legt die Stiftung auf die Umweltbildung vor allem von Kindern und Jugendlichen, um Wissen zu vermitteln über die Nutzung und den Schutz unserer Ozeane. Die Mission: Vom Wissen zum Handeln. 

Erzählen Sie uns von einem Projekt zum SDG.

Mit großem Erfolg findet seit 2005 der Meereswettbewerb „Forschen auf See“ für Schülerinnen  und Schüler ab der 9. Klassenstufe statt. An Bord des seit 29 Jahren erfolgreichen Hamburger  Medien- und Forschungsschiffes ALDEBARAN werden Nachwuchsforscherinnen und -forscher für das Meer als größtes Ökosystem auf dem Planeten Erde und für die Seefahrt sensibilisiert und begeistert. Die wissenschaftliche Expertise des Wettbewerbs wird durch das Engagement zahlreicher Meeresforscherinnen und -forscher aus allen namhaften deutschen Forschungsinstituten und der Privatwirtschaft als Wissenschaftspaten gestützt. Ab 2021 steht der  Meereswettbewerb unter dem Motto der UN-Dekade der Ozeanforschung für Nachhaltige Entwicklung (2021 - 2030): „Die Forschung, die wir brauchen – für den Ozean, den wir wollen.“  Wir brauchen gesunde Ozeane, denn sie sind entscheidend für das Überleben aller Lebewesen auf der Erde. Die Meeresumwelt ist grenzüberschreitend, daher müssen die Bewohner  aller Länder die drängenden Probleme lösen, die die Ozeane betreffen, von der Verschmutzung der Meere und der Überfischung bis zur Sicherung von bedrohten Küstenorten. Der Meereswettbewerb soll zur erfolgreichen Umsetzung der Dekade als Kommunikations- und Bildungsinstrument beitragen und zahlt in besonderem Maße auf das SDG 14 (Leben unter Wasser) ein.

Die jungen Forscherinnen und Forscher beschäftigen sich im Rahmen des einzigartigen Wettbewerbsintensiv mit küstennahen Ökosystemen und Flussmündungen, sowie der biologischen Vielfalt, um insbesondere die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Menschen und der  Meeresumwelt zu entdecken. Sie lernen an Bord der ALDEBARAN die Schönheit küstennaher  Ökosysteme kennen, aber auch deren Belastungen und Gefährdungen. Der Lerneffekt ist deshalb besonders groß, da die Teams ihre eigenen Projekte unter der Anleitung eines erfahrenen  Wissenschaftlers auf einem echten Forschungsschiff verwirklichen dürfen. 

Die Klima- und Meeresforschung der Zukunft benötigt nicht nur engagierte und talentierte  junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern auch einen stärkeren Austausch  zwischen Forschungseinrichtungen und Schulen. Der Meereswettbewerb initiiert diesen Austausch und leistet so einen wertvollen Beitrag zur Nachwuchsförderung, nicht nur im Bereich  Forschung, sondern bietet auch Verknüpfungsmöglichkeiten mit meerespolitischen Themen, der Schifffahrt und der Umweltbildung. 

Wie kann man sich engagieren? 

Ihr wollt selbst aktiv werden und euch für den Meeresschutz engagieren? Dann seid ihr bei  uns genau richtig. Für unsere zahlreichen Projekte auf und am Wasser sind wir regelmäßig  auf der Suche nach ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die uns in verschiedenen Aufgabenbereichen unterstützen. Diese Tätigkeiten können von der Betreuung von Informationsständen über Unterstützung auf dem Medien- und Forschungsschiff ALDEBARAN bis hin zur  Betreuung von Workshops, sehr vielfältig sein. Für den Meereswettbewerb und andere Bildungsprojekte sind wir regelmäßig auf der Suche nach Meeresbiologinnen und -biologen, die  uns durch ihre Expertise als Wissenschaftspaten unterstützen können. Über unsere Social Media-Kanäle (@deutschemeeresstiftung) könnt ihr unsere Projekte und Aktionen live verfolgen und bleibt auf dem neusten Stand. Wir haben euer Interesse geweckt? Dann schreibt uns gerne eine Nachricht an office (at) meeresstiftung.de. Wir freuen uns auf euch! 

Hier finden Sie die Website der Stiftung. 

Wie kann man an einem Projekt teilnehmen?

Am Meereswettbewerb „Forschen auf See“ können Schüler und Schülerinnen, die in der 9.  Klasse oder höher und nicht älter als 20 Jahre alt sind, teilnehmen. Das Team sollte ca. zwei  bis vier Personen stark sein. Die Bewerbungsfrist für den Meereswettbewerb läuft jedes Jahr bis zum 31. März. Für die Bewerbung müssen die jungen Forscherinnen und Forscher eine  detaillierte Projektskizze sowie das ausgefüllte Anmeldeformular an meereswettbewerb (at) meeresstiftung.de senden. Auf unserer Website findet ihr weitere Informationen sowie Video- und Fotobeiträge zu vergangenen Wettbewerben. www.meereswettbewerb.de

Projekte

Hamburg Media School Stiftung: Werteorientierter Werbefilm

Innerhalb von zwei intensiven Semestern werden im Masterstudiengang »Werteorientierter Werbefilm« junge, bereits filmerfahrene, gesellschaftspolitisch engagierte und begabte Absolventinnen und Absolventen affiner Studienfächer zu Werbefilmproduzentinnen und Werbefilmproduzenten weitergebildet.

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Bauer-Hollmann Stiftung: Juniorforschungsgruppe „Salzwiesen im Klimawandel“

Salzwiesen sind einzigartige Ökosysteme zwischen Land und Meer. Sie sind Lebensraum für hochspezialisierte Pflanzen und Tiere und bieten Schutz vor Sturmfluten, zudem filtern sie Schadstoffe aus dem Wasser und leisten als Kohlenstoffsenken einen Beitrag zum Klimaschutz. Mit Fortschreiten … weiterlesen