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Ziel 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Der Klimawandel betrifft uns alle: Der Meeresspiegel steigt, die Wetterereignisse werden immer extremer und die Treibhausgasemissionen erreichen Höchstwerte. Obwohl v.a. die Industrienationen dafür verantwortlich sind, trifft es die Ärmsten und Schwächsten am stärksten. Ziel ist es, den Ländern beim Übergang in saubere und widerstandsfähige Volkswirtschaften zu verhelfen, um Emissionen zu reduzieren. Das 13. Nachhaltigkeitsziel (SDG) fordert umgehende Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen.

Das klingt spannend, da kenne ich mehrere Stiftungen in Hamburg, die sich explizit mit Maßnahmen für den Klimaschutz beschäftigen: Ich denke dabei an die Loki Schmidt-Stiftung, die Deutsche KlimaStiftung, die Umweltstiftung Michael Otto, die Körber-Stiftung und die WAS TUN! Stiftung für gesellschaftliches Engagement. Die fünf Stiftungen haben uns dazu Material geschickt, schauen Sie doch direkt mal rein!

Beiträge der Stiftungen:

Deutsche KlimaStiftung

Inwiefern trägt Ihre Stiftung dazu bei, die SDGs 4 und 13 zu fördern und zu etablieren?

Bereits seit Gründung verfolgt die Deutsche KlimaStiftung das Ziel, Menschen durch Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu einer zukunftsfähigen Lebensweise zu animieren. Mittels Veranstaltungen und Bildungsprojekten machen wir daher auf die Herausforderungen zum anthropogenen Klimawandel aufmerksam und stellen Handlungsoptionen für eine nachhaltige Entwicklung anschaulich dar. Des Weiteren setzen wir unterschiedliche Formate – wie beispielsweise unsere stiftungseigene Wanderausstellung KLIMAFLUCHT, Workshop-Koffer, Workcamps und unsere qulifizierten Klimaschutzbotschafter*innen – dafür ein, (Klima-)Wissen auf eine spannende und interaktive Weise zu vermitteln und den Klimaschutz voranzutreiben.

Die Deutsche KlimaStiftung wurde dafür bereits mehrmals im UNESCO-Weltaktionsprogramm BNE (Bildung für Nachhaltige Entwicklung) als Lernort der höchsten Kategorie ausgezeichnet.

Erzählen Sie uns von einem Projekt zum SDG.

KlimaGesichter: Interkulturelle Umweltbildung (Logo befindet sich im Anhang)

Wer kann uns besser zum Klimaschutz ermutigen als Menschen, die aus Ländern stammen, die bereits deutlich vom Klimawandel betroffen sind?

Im Projekt KlimaGesichter der Nationalen Klimaschutz Initiative des Bundesumweltministeriums, einem Verbundprojekt der Deutschen KlimaStiftung mit dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen e.V. und der Jugendwerkstatt Felsberg, qualifizieren wir Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung zu Klimaschutzbotschafter*innen, um über den interkulturellen Austausch Klimaschutzmaßnahmen einzuleiten. Damit werden unsere „KlimaGesichter“ zu Multiplikator*innen. In selbst konzipierten Workshops gehen sie - online oder vor Ort im Rahmen der stiftungseigenen Wanderausstellung KLIMAFLUCHT - der Frage nach, warum Menschen vor dem Klima fliehen. Persönliche Erfahrungen und authentische Berichte aus den Herkunftsländern, wie z.B. Haiti, Tansania, Madagaskar, Gabun, Ukraine, etc., verdeutlichen die Notwendigkeit zu handeln und entschlossen der Klimakrise entgegen zu treten.

Bei Interesse an einer Buchung unserer KlimaGesichter-Referent*innen und unserer KLIMAFLUCHT-Ausstellung oder Workshop-Koffer wenden Sie sich bitte an: info@deutsche-klimastiftung.de

In 5 kurzen FilmSpots haben einige unserer Klimaschutzbotschafter*innen persönliche statements abgegeben. Diese Filme können gerne für Ihre Bildungsarbeit verwendet werden.

Warum ist die Umsetzung dieser SDG ein besonderes Anliegen Ihrer Stiftung?

Der Klimawandel ist mittlerweile zu einer der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit geworden und betrifft uns alle. Am stärksten jedoch jene Menschen, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen und schon heute ums Überleben kämpfen. Die Auswirkungen des Klimawandels bedrohen jedoch nicht nur uns Menschen und unsere Kultur, auch die Biodiversität und ganze Ökosysteme sind drastisch bedroht. Über kurz oder lang werden wir dadurch gravierenden Auswirkungen ausgesetzt sein. Darüber zu sensibilisieren und um mit aller Kraft und viel Mut gemeinsam Gegenmaßnahmen einzuleiten, haben wir verschiedene Bildungsformate für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt: Von viertägigen BerufsKlima-Workcamps zu „green jobs“ (https://berufsklima.de/ ) über diverse Veranstaltungsformate bis hin zu Lehrkräftefortbildungen in einem deutschlandweit einzigartigen Klimabildungszentrum. Allen gemeinsam ist das Ziel einer Entwicklung hin zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen Welt.

 

Körber-Stiftung

Inwiefern trägt Ihre Stiftung dazu bei, das dreizehnte SDG zu fördern und zu etablieren?

Die Körber-Stiftung hat sich dazu entschlossen, den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß ihrer Geschäftsstelle gänzlich zu kompensieren. Entsprechende Naturschutzmaßnahmen werden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt im Nationalen Naturerbe in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt. Im 2.800 ha großen Kaarzer Holz werden Maßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität ergriffen, wie etwa das Unterpflanzen von Laubbäumen in die monotonen Nadelbaumbestände. Im 1.000 ha großen Gebiet des Gelbensander Forst liegt der Fokus der Maßnahmen nicht im Wald, sondern im Offenland: Durch eine Wiedervernässung der degenerierten Niedermoor-Grünlandflächen wird der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert. Die Stiftung ist damit für die kommenden 25 Jahre weitgehend klimaneutral aufgestellt.

 

Loki Schmidt-Stiftung

 

Umweltstiftung Michael Otto

Inwiefern trägt Ihre Stiftung dazu bei, das dreizehnte SDG zu fördern und zu etablieren?

Die Umweltstiftung Michael Otto engagiert sich mit ihren Initiativen und Kooperationen unmittelbar für die SDGs, sei es durch Kooperationsprojekte wie das F.R.A.N.Z.-Projekt gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband oder unsere neueste Initiative zum Moorschutz mit der Michael Succow Stiftung. Darüber hinaus setzen wir mit unseren Trägerschaften oder auch Dialogprojekten wie den Hamburger Gesprächen für Naturschutz neue Impulse in allen Bereichen der 17 SDGs. Für die Stiftungstage 2021 wollen wir uns mit dem Bildungskonzept AQUA-AGENTEN sowie unserer Trägerschaft des Nachhaltigkeitsforums Hamburg (NFH) präsentieren.

Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg zeigt relevante Themen der Nachhaltigkeit in Hamburg auf, bündelt unterschiedliche Perspektiven der Zivilgesellschaft und erarbeitet daraus kritische Positionen und konkrete Empfehlungen. Ziel ist es, die Politik und Verwaltung Hamburgs in der nachhaltigen Entwicklung der Stadt zu bestärken.

Erzählen Sie uns von einem Projekt zum SDG.

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Das Nachhaltigkeitsforum wurde im Jahr 2018 vom Hamburger Senat ins Leben gerufen, um als zivilgesellschaftliches Gremium die Umsetzung der SDG in Hamburg zu unterstützen und kritisch-konstruktiv zu begleiten. Mitglieder des Forums sind rund 25 Akteurinnen und Akteure aus diversen zivilgesellschaftlichen Organisationen, um eine möglichst breite Perspektive auf Nachhaltigkeitsthemen in Hamburg zu ermöglichen.

Als Grundlage für die Arbeit des NFH dient die „SDG-Drucksache“ (Nr. 21/9700) des Senats vom 4. Juli 2017, in der vier zentrale Handlungsbereiche für die Stadt festgelegt sind: Umwelt und Stadt, Nachhaltige Wirtschafts- und Finanzpolitik, Teilhabe und sozialer Zusammenhalt sowie Bildung und Wissenschaft. Auch übergreifende Querschnittsthemen wie Gleichstellung, Korruptionsbekämpfung, Hamburgs globale Verantwortung, Kunst und Kultur sowie Digitalisierung werden behandelt. In unterschiedlichen Arbeitsgruppen widmen sich die Mitglieder des NFH den Themen der Drucksache, um die „Dekade des Handelns“ für die Umsetzung der SDG in Hamburg zu nutzen.

Wie kann man sich engagieren? 

Eines der aktuellen Themen des NFH dreht sich um die nachhaltige öffentliche Beschaffung der Stadt Hamburg, auch in Verknüpfung zum Lieferkettengesetz der Bundesregierung. Dazu wurde im letzten Jahr eine digitale Podiumsdiskussion veranstaltet, deren Mitschnitt online verfügbar ist. Außerdem setzt sich das NFH aktiv dafür ein, dass die Stadt zielgerichtete Indikatoren zur Überprüfung der Umsetzung der SDG einführt und durch ein geeignetes Monitoring-System regelmäßig bewertet. Weitere Aktivitäten des Forums umfassen die Begleitung des Hamburger Klimaplans und des Masterplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), sowie Themen zur Guten Arbeit und Armutsbekämpfung/-vermeidung.

Wenn sie über die Aktivitäten des NFH auf dem Laufenden bleiben möchten, dann melden Sie sich gerne unter info (at) nachhaltigkeitsforum.org und wir nehmen Sie in unseren Verteiler auf! Weitere Informationen zum NFH, den Mitwirkenden und den Arbeitsgruppen erhalten sie auf www.nachhaltigkeitsforum.org.

WAS TUN! Stiftung für gesellschaftliches Engagement

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STADTGEMÜSE – WAS TUN! fürs Klima

Gemeinsames Gärtnern am Hochbeet bedeutet nachhaltig etwas fürs Stadtklima zu tun – und das im doppelten Wortsinn: STADTGEMÜSE fördert nachbarschaftliche Gemeinschaft und trägt gleichzeitig für den Klimaschutz bei. Urbane Gärtnergemeinschaften sorgen für mehr Artenvielfalt und mehr Aufenthaltsqualität in der Großstadt und verbessern so den ökologischen Zustand der Großstadt vielfältig. Selbst angebaute Lebensmittel benötigen keine Transportwege, keine Verpackungen und keine Pestizide. Mit der Sichtbarkeit der Stadtgärtnerinnen und Stadtgärtner erhöhen wir das Bewusstsein für regional angebaute Ware und tragen so zu einer Veränderung im Konsumverhalten bei.

Gleichzeitig bringen wir durch gezielte Aktionen und beim gemeinsamen Gärtnern Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkunft in unseren Vierteln näher zusammen.

WAS TUN 11 oder 13

WAS TUN 11 oder 13 (1)

Zusammenwächst alles besser

Derzeit betreiben wir 2 STADTGEMÜSE Standorte bei Wohnunterkünften für Geflüchtete. Weitere sind im Aufbau. Mit unseren Hochbeetgärten ermöglichen wir einen aktiven Austausch zwischen Bewohnerinnen bzw. Bewohnern der Unterkunft und des Stadtteils. Das stärkt nicht nur die soziale, interkulturelle Gemeinschaft des Stadtteils, sondern fördert die sprachlichen Kompetenzen der Geflüchteten, das Kennenlernen anderer Kulturen und steigert die Verbundenheit untereinander. Mit gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung freuen sich die Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner über die gemeinsamen Erfolge beim Gärtnern, Ernten und Kochen. Auch die Kommunikation der Menschen aus vielen Herkunftsländern innerhalb der Unterkunft profitiert von diesem lebendigen Treffpunkt und führt sie zusammen. Die Gartenfläche ist ein beliebter Ort für die Kinder, an dem sie spielen, die Pflanzen beobachten, Erfahrungen und Wissen sammeln.

Im September haben wir außerdem eine Klimainitiative gestartet. Indem wir 33 Hochbeete verschenkt und damit die Gründung neuer STADTGEMÜSE-Teams ermöglicht haben, etablieren wir das Stadtgärtnern im ganzen Hamburger Stadtgebiet. Die Teams werden bis zur Ernte mit Material und Know-how begleitet, um ein langfristiges bestehen der neuen Gartenoasen sicherzustellen.

WAS TUN 11 oder 13 (2)

WAS TUN 11 oder 13 (3)

Wie kann man sich engagieren? 

Jeder kann WAS TUN!

Wir von der jungen Stiftung WAS TUN! glauben, dass jeder zu einer nachhaltigen, klimaschonenden, umweltverträglichen und menschenwürdigen Weltgesellschaft beitragen kann. Das verlangt nach vereinten Kräften und beherztem Anpacken eines jeden einzelnen. Wir leben in einer Demokratie, die uns die Möglichkeit gibt mitzugestalten. Deswegen haben wir uns entschlossen, was zu tun - und möchten viele Menschen motivieren, auch diese Chance zu ergreifen.

 

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