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Ziel 4: Hochwertige Bildung

Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewähr­leisten und Möglichkeiten lebens­langen Lernens für alle fördern

Weltweit mangelt es an qualitativ hochwertiger Bildung, denn es fehlen ausreichend ausgebildete Lehrkräfte, Schulen sind in schlechtem Zustand und Kinder aus ländlichen Gebieten benachteiligt. Über 265 Millionen Kinder sind derzeit nicht in der Schule. Um dem entgegenwirken zu können, sind Investitionen in Bildungsstipendien, Workshops zur Lehrerfortbildung, der Bau von Schulen und ein besserer Zugang zu Wasser und Strom an Schulen erforderlich. Das vierte Nachhaltigkeitsziel (SDG) thematisiert deswegen inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle.

Das klingt auch super spannend! In Hamburg sind beispielsweise die Claussen-Simon-Stiftung, die Elbstiftung, die Equilibrium Foundation, die Joachim Herz Stiftung, die  Gabriele Fink Stiftung, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und die WAS TUN! Stiftung für gesellschaftliches Engagement, sehr aktiv in diesem Bereich. Der Zugang zu Wissen soll gefördert werden, um somit Potenziale und Engagement zu wecken. Schauen Sie einfach mal rein, unten sind Beiträge der Stiftungen zu finden.

Beiträge der Stiftungen:

CLAUSSEN-SIMON-STIFTUNG

Was bedeutet für Ihre Stiftung nachhaltige Bildung?

 

Gabriele Fink Stiftung

Inwiefern trägt Ihre Stiftung dazu bei, das 4. Ziel der SDG zu fördern und zu etablieren?

Mit all unseren Projekten möchten wir möglichst langfristige Wirkungen erzielen. Uns geht es um die Etablierung von Strukturen und Angeboten, die über das bloße Setzen von Impulsen hinausgehen.

Wir suchen immer wieder neue Ansätze und Maßnahmen, um gemäß unserem Stiftungszweck Projekte oder Programme zu entwickeln. Dabei haben wir die Zielgruppe immer im Blick und nehmen uns in Erprobungsphasen Zeit, auf Aktuelles zu reagieren oder auch nachzujustieren; denn wir begreifen uns als ein „lernendes System“.

Mithilfe von starken Partnern bilden wir Netzwerke, um neue Strukturen zu schaffen, Projekte fest zu verankern, wie z.B. unser Programm Kulturschule zusammen mit der Schul- und der Kulturbehörde. Schule kann sich nur entwickeln, wenn alle mit im Boot sind und das gleiche Ziel verfolgen.

Erzählen Sie uns von einem Projekt zum SDG.

Unser Sprachförderungsprojekt HOT ist ein Beispiel für unsere Arbeit:

Frei nach Jean Piaget – „…weil durch aktives Handeln die Sprache inhaltlich gefüllt wird“ – haben wir das Prinzip eines handlungsorientierten Sprachtrainings (HOT) weiterentwickelt. HOT ist eine strukturierte Methode, Sprachhandlung und sinnliche Erfahrung so miteinander zu verknüpfen, dass implizites Lernen erleichtert und systematisch in ein sprachliches Netz eingeordnet wird.

Die Methode geht auf den handlungsorientierten Therapieansatz von Marianne Reddemann-Tschaikner und Dr. Irina Weigl zurück; sie ist in fünf Phasen unterteilt und bietet eine Struktur, die Sicherheit an mehreren Stellen gewährleistet: Einen Ablauf, der immer wieder gleich ist und sprachliche Muster im Handlungszusammenhang bietet, die es möglich machen, Sprache zu begreifen.

Dies geschieht in Form von Alltagshandlungen, den sogenannten Skripts. Das sind z. B. kurze Essenszubereitungen oder Bastelanleitungen. „Was wollen wir machen?“ und „Was brauchen wir?“ sind die beiden Fragen, mit denen HOT immer beginnt. Sie werden mit realen Gegenständen und vielen Zeichnungen beantwortet, die zum Sprechen und Handeln einladen und auffordern.

Die Gabriele Fink Stiftung vermittelt eine Fortbildung für Kitas und Schulen, die auch am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg angeboten wird. Diese kann, je nach Bedarf, 3 bis 9-stündig erfolgen und eine Supervision bzw. Hospitation beinhalten. Auch eine schulinterne Fortbildung ist möglich.

Wie kann man sich engagieren? 

Zusammen mit dem „KIKU Kinderkulturhaus Lohbrügge“ wurde der Ansatz in den letzten Jahren so weiterentwickelt, dass er die spezifischen Bedürfnisse von Gruppen, insbesondere auch im DaZ-Bereich (Deutsch als Zweitsprache) integriert.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an das KIKU Kinderkulturhaus in Lohbrügge oder an die Gabriele Fink Stiftung.  Werfen Sie gerne vorab einen Blick in den „Werkzeugkasten der kreativen Sprachbildung“!

Warum ist die Erreichung dieses SDGs ein besonderes Anliegen Ihrer Stiftung?

In allen Bereichen, in denen wir tätig sind, geht es nie um das schnelle Ergebnis. Alle Projekte, die wir angehen, sind langfristig angelegt. Das gehört einerseits zum Selbstverständnis unserer Stiftung, ist andererseits aber der Kern jeder Bildungsarbeit, umso mehr, wenn es um kulturelle Bildung geht.

Wenn es stimmt, dass Kreativität eine Schlüsselkompetenz ist, dann ist unsere Stiftung in einem Bereich tätig, bei dem es darum geht, Fertigkeiten (oder eben eine Kompetenz) zu entwickeln und zu fördern, mittels derer sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens durchdrungen werden können.

ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

Inwiefern trägt Ihre Stiftung dazu bei, das 4. Ziel der SDG zu fördern und zu etablieren?

Junge Menschen auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen, gehört zu den zentralen Zielen der ZEIT-Stiftung. Ein besonderes Anliegen der Stiftung ist es, Bildungsübergänge chancengerecht zu gestalten: von den Internationalen Vorbereitungsklassen in die Regelklassen, von der Grundschule auf die weiterführende Schule und den Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf. 

Erzählen Sie uns von einem Projekt zum SDG.

Bei dem Mentoring-Programm WEICHENSTELLUNG fördern Studierende motivierte Schülerinnen und Schüler, damit sie schulische Übergänge gut meistern können. Es geht um „doppeltes Lernen“: Das Programm stärkt sowohl die Kinder und Jugendlichen als auch die Studierenden. Diese profitieren durch die Praxiserfahrungen im pädagogischen Alltag. Eltern werden bei der Förderung ihrer Kinder unterstützt und Schulen können stärker auf die unterschiedlichen Begabungen der Kinder eingehen. Die „Förderstipendien“ werden für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren vergeben. 

Das Programm WEICHENSTELLUNG besteht aus verschiedenen Bausteinen: So unterstützt WEICHENSTELLUNG für Viertklässler Kinder dabei, ihr Potenzial für einen höheren Schulabschluss zu entfalten. WEICHENSTELLUNG für Zuwandererkinder und -jugendliche erleichtert Schülern aus Zuwandererfamilien den Übergang von der Internationalen Vorbereitungsklasse in die Regelklasse. Bei WEICHENSTELLUNG für Ausbildung und Beruf steht im Vordergrund, dass Jugendliche ihren Schulabschluss erfolgreich erreichen, um den Übergang von der Schule in die Ausbildung besser zu meistern.

Wie kann man sich engagieren? 

Lehramtsstudierende können sich als Mentor:innen bei WEICHENSTELLUNG bewerben. Nach einem erfolgreichen Auswahlgespräch begleiten sie je eine Kleingruppe von drei Mentees und bieten (über)fachliche Unterstützung und Begleitung beim Kulturprogramm an.

Detaillierte Informationen über alle Bausteine und Beteiligten des Projekts finden Sie auf der Programm-Homepage von WEICHENSTELLUNG.

Elbstiftung

Was bedeutet für Ihre Stiftung nachhaltige Bildung?

Hier finden Sie die Website der Stiftung.

 

Equilibrium Foundation

Inwiefern trägt Ihre Stiftung dazu bei, das vierte Nachhaltigkeitsziel zu fördern und zu etablieren?

Die Equilibrium Foundation fördert als Durchführungsorganisation den Ausgleich zwischen benachteiligten und privilegierten Menschen in den wirtschaftlich ärmsten Ländern der Welt nach dem Motto „Create a fairer world“. Unser interdisziplinäres Team von Ehrenamtlichen in Hamburg, gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen weltweit, beschafft Ressourcen, koordiniert Projekte und bildet vor Ort sozio-ökonomisch benachteiligte Multiplikatoren und Menschen mit Behinderungen in den Themen wie z.B. Fair Trade, Train-The-Trainer, Schulpädagogik, Softwareprogrammierung oder Management aus.

Hierbei wenden wir in kleinen Gruppen, im sozialen Umfeld eingebettet, innovative und nachhaltige didaktische Methoden an, wie z.B. die Total Communication Methode oder die praxisorientierte duale Berufsausbildung. Durch unsere Aktivitäten befähigen wir die Teilnehmer entweder eine bezahlte menschenwürdige Tätigkeit auszuüben oder wiederum andere Benachteiligte oder Menschen mit Behinderungen aus- und weiterzubilden.

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Erzählen Sie uns von einem Projekt zum vierten Nachhaltigkeitsziel.

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Die meisten gehörlosen Menschen in Guatemala in Lateinamerika haben mit einer dreifachen Diskriminierung zu kämpfen: Armut, indigene Abstammung und Behinderung. Das Fehlen von Bildungsmöglichkeiten führt dazu, dass die meisten von ihnen in einem Zustand der Abhängigkeit oder in menschenunwürdigen Jobs leben.

Gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation Todos Somos Uno durchbrechen wir diesen Teufelskreis durch Berufsausbildung und der Schaffung von Arbeitsplätzen. In der Stadt Quetzaltenango führen wir eine einjährige Berufsausbildung für zehn gehörlose indigene Jugendliche zum Software-Programmierer durch. Die Teilnehmer werden dabei von IT-Experten und Sonderpädagogen in Software-Programmiersprachen sowie in sozialen Kompetenzen unterrichtet. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung werden einige als Trainer andere gehörlose Menschen ausbilden und andere werden in einem Team mit einem IT-Experten bezahlte Softwareprojekte durchführen und somit ihren Lebensunterhalt verdienen.

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Wie kann man sich engagieren? 

„Create a fairer world.“ Möchten Sie die Welt gerechter machen und haben eine starke soziale Ader? Möchten Sie mit uns sozio-ökonomisch benachteiligte Multiplikatoren sowie Menschen mit Behinderungen in den wirtschaftlich ärmsten Ländern der Welt ein Stück Gleichgewicht geben? Wenn Sie über Talente und bestenfalls Erfahrung in den Bereichen Verwaltung, Büro-Organisation, Projektkoordination, Vernetzung, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit oder Spendensammlung verfügen, dann schreiben Sie uns einfach an: info (at) equilibrium.foundation. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

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Hier finden Sie die Website der Stiftung.

 

Joachim Herz Stiftung

Was bedeutet für Ihre Stiftung nachhaltige Bildung?

Hier finden Sie die Website der Stiftung.

 

WAS TUN! Stiftung für gesellschaftliches Engagement

Inwiefern trägt Ihre Stiftung dazu bei, das vierte SDG zu fördern und zu etablieren? 

Kinder schützen das, was sie kennen!

Wo kann der gesellschaftliche Wandel zu einem umweltbewussten Leben und klimaschonenden Entwicklungen die besten Startchancen haben? Bei unseren Kleinsten in der Grundschule! 
Wenn es gelingt, die Kinder für die Schönheit unserer Erde zu begeistern und ihren wahren Wert zu erkennen, dann werden sie mit ihr auch wertschätzend umgehen. Viele Stadtkinder haben wenig Begegnungen mit dem Lebensraum Natur. Mit unserem Projekt NATURZEIT ändern wir das! Mit diesem einzigartigen und preisgekrönten Bildungsangebot ergreifen wir die Chance, den Herausforderungen der Zukunft nachhaltig zu begegnen.

WAS TUN SDG 4 (1)WAS TUN SDG 4

Erzählen Sie uns von einem Projekt zum SDG.

Bestandteil des Stundenplans: das Projekt NATURZEIT

In elf Hamburger Grundschulklassen ermöglichen wir dank finanzieller Unterstützung den Kindern aus bildungsfernen und einkommensschwachen Familien das Projekt NATURZEIT. Regelmäßig kommen unsere Umweltpädagoginnen in die Klassen und setzen den Unterricht mit den Lehrkräften in der Stadtnaturfort. Mit naturpädagogischen Methoden werden die Kinder für die Natur in ihrer Umgebung sensibilisiert. Das macht das eigene Ich erfahrbar, weckt Selbstvertrauen, Neugier und Konzentration. Gleichzeitig schafft das vermittelte Umweltwissen auch ein Bewusstsein bei den Schülerinnen und Schülern für die Schutzbedürftigkeit der Natur unserer Erde. Die Nachfrage nach diesem neuen Bildungsformat steigt kontinuierlich. Schulleiter und Schulleiterinnen und Lehrkräfte bestätigen den hohen Impact und Mehrwert für die Schulgemeinschaft. Finanziert wird das Projekt ausschließlich aus Spendengeldern.

(Informationen für Schulen: Das Projekt NATURZEIT richtet sich an Grundschulen mit einem Sozialindex von 1 – 3. Pro Schuljahr werden 7 – 14 Termine in den Stundenplan integriert.)

WAS TUN SDG 4 (2)

WAS TUN SDG 4 (3)

Wie kann man sich engagieren? 

Weil jede und jeder WAS TUN! kann.

Wir von der jungen Stiftung WAS TUN! glauben, dass jeder zu einer nachhaltigen, klimaschonenden, umweltverträglichen und menschenwürdigen Weltgesellschaft beitragen kann. Das verlangt nach vereinten Kräften und beherztem Anpacken eines jeden einzelnen. Wir leben in einer Demokratie, die uns die Möglichkeit gibt mitzugestalten. Deswegen haben wir uns entschlossen, was zu tun - und möchten viele Menschen motivieren, auch diese Chance zu ergreifen.

Hier finden Sie die Website der Stiftung.

Projekte

Hamburg Media School Stiftung: Werteorientierter Werbefilm

Innerhalb von zwei intensiven Semestern werden im Masterstudiengang »Werteorientierter Werbefilm« junge, bereits filmerfahrene, gesellschaftspolitisch engagierte und begabte Absolventinnen und Absolventen affiner Studienfächer zu Werbefilmproduzentinnen und Werbefilmproduzenten weitergebildet.

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finlit foundation gGmbH: ManoMoneta

In Deutschland sind knapp 6,9 Millionen Erwachsene überschuldet. Die Gründe sind divers, doch oftmals spielt mangelnde Finanzkompetenz als Ursache eine große Rolle. Bildung ist hier der Schlüssel. Mit unserer Bildungsinitiative „ManoMoneta“ wollen wir als gemeinnützige finlit … weiterlesen