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Ziel 1: Keine Armut

Armut in allen ihren Formen und überall beenden

Armut umfasst nicht nur den Mangel an Einkommen und Ressourcen, sondern auch Hunger, Unterernährung, eine begrenzter Zugang zu Bildung und anderer Grundversorgung und nicht zuletzt soziale Diskriminierung und Ausgrenzung. Ziel ist es, soziale Schutzsysteme zu fördern und so die Armut in den am stärksten betroffenen Gebieten zu beenden. Das erste Nachhaltigkeitsziel (SDG) steht dafür, Armut in jeder Form und überall zu beenden. Da dieses Thema einen solch grundlegenden Charakter hat, steht es an erster Stelle der 17 Ziele.
Da fallen mir auf Anhieb die Reimund C. Reich Stiftung und die Stiftung steps for children ein. Beiden Stiftungen ist vor allem wichtig, langfristig und nachhaltig zu helfen, Ziel ist also die Hilfe zur Selbsthilfe. Wir haben von beiden Stiftungen Beiträge gesendet bekommen. Schauen Sie doch mal rein!

Beiträge der Stiftungen:

Reimund C. Reich Stiftung

Inwiefern trägt Ihre Stiftung dazu bei, das erste SDG zu fördern und zu etablieren?

Wir möchten Menschen helfen – und zwar nachhaltig. Denn wir sind überzeugt davon, dass viele Menschen in prekären Lebensumständen in vielen Fällen keine angemessene Hilfe erfahren. Aus diesem Grund engagieren wir uns und fördern Vereine, die selbst keine großen finanziellen Reserven haben und sich dennoch mit den Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, gegen diese Missstände stellen.

Gerade in Bezug auf Obdachlose gilt unser Motto „Hilfe für Menschen in Not“ besonders. So unterstützen wir Suppenküchen, spenden Schlafsäcke sowie Isomatten im Winter und unterstützen Einrichtungen, die sich um die Betreuung von Menschen auf der Straße kümmern.

Wir stehen für Menschen, die hilfsbedürftig sind, ein. Wir sind überzeugt, dass die Vereine mit ihrer jeweiligen Arbeit Großartiges und Vorbildliches leisten und in jeglicher Hinsicht förderungswürdig sind. Deshalb helfen wir in vielen Fällen finanziell und mit allen Mitteln unseres Netzwerks. 

Erzählen Sie uns von einem Projekt zum SDG. 

Ein besonderes Projekt, das die Reimund C. Reich Stiftung seit Anfang 2020 unterstützt, ist „Leben im Abseits e.V.“:

„Der Verein wurde gegründet, um Behörden und Öffentlichkeit über das unakzeptable und menschenunwürdige Leben auf der Straße aufzuklären sowie die Einsicht zu fördern, dass obdachlose Menschen einen Anspruch darauf haben, mit Würde, Respekt und Anstand behandelt zu werden“, sagt Susanne Groth. „Wir leisten, um dieses zu erreichen, auch Bildungs- und Präventionsarbeit an Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen. Diese Vereinsarbeit ist für uns sehr wichtig, denn Kinder und Jugendliche sind die Zukunft und in die gilt es zu investieren, um frühzeitig Veränderungen zu erzielen.

Seit Vereinsgründung im Jahr 2017 unterstützen wir die Menschen direkt auf der Straße. Leider hat die Corona-Pandemie die Situation der Menschen auf der Straße extrem verschlechtert, so dass der Schwerpunkt unserer Arbeit jetzt genau auf der Straße ist.  

Dank der Zusammenarbeit mit der Reimund C. Reich Stiftung, die uns mit finanzieller Hilfe bei der Finanzierung von Personalkosten unterstützt, können wir uns adäquat und umfänglich der Unterstützung obdachloser Menschen widmen.

Für diese Hilfe und auch über die wertvolle Partnerschaft, die sich über diese finanzielle Unterstützung hinaus ergeben hat, sind wir immens dankbar.“

Warum ist die Erreichung dieses SDGs ein besonderes Anliegen Ihrer Stiftung?

Der Stiftungsschwerpunkt entwickelte sich aus der Erfahrung des Stifters Reimund C. Reich. Er wurde 1933 in Hamburg geboren und hat als Kind und Heranwachsender in der Nachkriegszeit die Härte der damaligen Zeit miterlebt. Er fuhr auf Trittbrettern von Zügen nach Schneverdingen, um dort um Kartoffeln zu betteln oder mit dem Ruderboot ins Alte Land, um Fallobst zu sammeln. Diese Umstände und die Hilfsbereitschaft, die er damals erfahren hat, haben ihn für sein gesamtes Leben geprägt.

Hilfe für Menschen in Not – das ist für Reimund C. Reich ein Herzensanliegen.

Hier finden Sie die Website der Stiftung.

 

Stiftung steps for children

Inwiefern trägt Ihre Stiftung dazu bei, das erste SDG zu fördern und zu etablieren?

Durch Bildung und Einkommen den Armutskreislauf durchbrechen

Die Stiftung steps for children wurde 2005 von Dr. Michael Hoppe in Hamburg gegründet und ist heute gemeinsam mit ihren lokalen Projektpartnern an sechs Standorten in Namibia und in Zusammenarbeit mit der Stiftung Hilfe mit Plan an 2 Standorten in Simbabwe tätig. Sie setzt sich nachhaltig für bessere Zukunftsperspektiven von Kindern, Jugendlichen und Familien ein, die von Armut und Ausgrenzung betroffen sind. Bereits über 3.000 Kinder und Jugendliche nutzen täglich die Angebote für Bildung und gesunde Ernährung in den Projekten.

Die Bildungsprogramme von steps for children basieren auf ganzheitlichen Lernangeboten und einer langfristigen Förderung vom Kleinkindalter bis zum Schulabschluss.

steps Kinder lernen in der Vorschule in Okakarara

Vorschulunterricht in Okakarara

Parallel zu sozialen Maßnahmen wie Suppenküchen, Kinderkrippen, Kindergärten und Vorschulen sowie Nachmittagsförderung von Schulkindern werden Einkommen erzielende Maßnahmen aufgebaut. Dazu gehören beispielsweise Näh- und Tischlerwerkstatt, Gemüseanbau, Computerschulen und Gästehäuser.

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Bau von Solaröfen in der Tischlerwerkstatt am Projektstandort Gobabis © Lina Zangers

Mit unseren Einkommen erzielende Maßnahmen schaffen wir Arbeits- und Ausbildungsplätze und damit Verdienstmöglichkeiten für Menschen aus den Armutsgebieten. Erwirtschaftete Überschüsse fließen zu 100 Prozent in die sozialen Projekte, um sie zunehmend aus eigenen Mitteln zu finanzieren und eine Unabhängigkeit von Spenden zu erreichen.

Erzählen Sie uns von einem Projekt zum SDG.

Martha Naris ist ein Mädchen aus unserem steps homes Programm für Waisenkinder, die in Familien Aufnahme finden und durch unsere Projekte Zugang zu Bildung erhalten. Mit 14 Jahren war sie aufgrund fehlender schulischer Vorbildung erst in der 2. Klasse. Jetzt ist sie Praktikantin in unserem Gästehaus in Gobabis. Gemeinsam mit der Standortleitung betreut sie die Gäste und pflegt die Zimmer sowie den Vorplatz – eine wirkliche Chance für Martha, die dadurch ihr Selbstbewusstsein stärken und ihre Kompetenzen entwickeln kann.

Martha Narib_steps

Martha Naris aus Gobabis

steps Gästehaus_Gobabis

steps Gästehaus in Gobabis

Wie kann man sich engagieren? 

Die Stiftung steps for children bietet in ihren Projekten jungen Menschen die Möglichkeit zur Mitarbeit. Für ein freiwilliges Jahr im Rahmen des „weltwärts“ Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist der Entsendedienst Volunta gGmbH unser Partner.

Kurzzeit-Volontariate werden über die Stiftung steps for children, Büro Hamburg, organisiert.

Volontär*innen unterstützen in Namibia unter anderem die Gästehausbetreuung, assistieren im Kindergarten und in den Vorschulklassen oder betreuen die Nachmittagsförderung von Schulkindern. So leisten sie einen Beitrag im Rahmen unseres Gesamtkonzepts zur Verbesserung der Bildungschancen und Einkommensmöglichkeiten benachteiligter Menschen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Stiftung.