Sprachförderungsprojekt HOT

Mit all unseren Projekten möchten wir möglichst langfristige Wirkungen erzielen. Uns geht es um die Etablierung von Strukturen und Angeboten, die über das bloße Setzen von Impulsen hinausgehen.

Wir suchen immer wieder neue Ansätze und Maßnahmen, um gemäß unserem Stiftungszweck Projekte oder Programme zu entwickeln. Dabei haben wir die Zielgruppe immer im Blick und nehmen uns in Erprobungsphasen Zeit, auf Aktuelles zu reagieren oder auch nachzujustieren; denn wir begreifen uns als ein „lernendes System“.

Mithilfe von starken Partnern bilden wir Netzwerke, um neue Strukturen zu schaffen, Projekte fest zu verankern, wie z.B. unser Programm Kulturschule zusammen mit der Schul- und der Kulturbehörde. Schule kann sich nur entwickeln, wenn alle mit im Boot sind und das gleiche Ziel verfolgen.

Erzählen Sie uns von einem Projekt zum SDG.

Unser Sprachförderungsprojekt HOT ist ein Beispiel für unsere Arbeit:

Frei nach Jean Piaget – „…weil durch aktives Handeln die Sprache inhaltlich gefüllt wird“ – haben wir das Prinzip eines handlungsorientierten Sprachtrainings (HOT) weiterentwickelt. HOT ist eine strukturierte Methode, Sprachhandlung und sinnliche Erfahrung so miteinander zu verknüpfen, dass implizites Lernen erleichtert und systematisch in ein sprachliches Netz eingeordnet wird.

Die Methode geht auf den handlungsorientierten Therapieansatz von Marianne Reddemann-Tschaikner und Dr. Irina Weigl zurück; sie ist in fünf Phasen unterteilt und bietet eine Struktur, die Sicherheit an mehreren Stellen gewährleistet: Einen Ablauf, der immer wieder gleich ist und sprachliche Muster im Handlungszusammenhang bietet, die es möglich machen, Sprache zu begreifen.

Dies geschieht in Form von Alltagshandlungen, den sogenannten Skripts. Das sind z. B. kurze Essenszubereitungen oder Bastelanleitungen. „Was wollen wir machen?“ und „Was brauchen wir?“ sind die beiden Fragen, mit denen HOT immer beginnt. Sie werden mit realen Gegenständen und vielen Zeichnungen beantwortet, die zum Sprechen und Handeln einladen und auffordern.

Die Gabriele Fink Stiftung vermittelt eine Fortbildung für Kitas und Schulen, die auch am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg angeboten wird. Diese kann, je nach Bedarf, 3 bis 9-stündig erfolgen und eine Supervision bzw. Hospitation beinhalten. Auch eine schulinterne Fortbildung ist möglich.

Wie kann man sich engagieren? 

Zusammen mit dem „KIKU Kinderkulturhaus Lohbrügge“ wurde der Ansatz in den letzten Jahren so weiterentwickelt, dass er die spezifischen Bedürfnisse von Gruppen, insbesondere auch im DaZ-Bereich (Deutsch als Zweitsprache) integriert.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an das KIKU Kinderkulturhaus in Lohbrügge oder an die Gabriele Fink Stiftung.  Werfen Sie gerne vorab einen Blick in den „Werkzeugkasten der kreativen Sprachbildung“!

Warum ist die Erreichung dieses SDGs ein besonderes Anliegen Ihrer Stiftung?

In allen Bereichen, in denen wir tätig sind, geht es nie um das schnelle Ergebnis. Alle Projekte, die wir angehen, sind langfristig angelegt. Das gehört einerseits zum Selbstverständnis unserer Stiftung, ist andererseits aber der Kern jeder Bildungsarbeit, umso mehr, wenn es um kulturelle Bildung geht.

Wenn es stimmt, dass Kreativität eine Schlüsselkompetenz ist, dann ist unsere Stiftung in einem Bereich tätig, bei dem es darum geht, Fertigkeiten (oder eben eine Kompetenz) zu entwickeln und zu fördern, mittels derer sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens durchdrungen werden können.



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