Juniorforschungsgruppe „Salzwiesen im Klimawandel“

Salzwiesen sind einzigartige Ökosysteme zwischen Land und Meer. Sie sind Lebensraum für hochspezialisierte Pflanzen und Tiere und bieten Schutz vor Sturmfluten, zudem filtern sie Schadstoffe aus dem Wasser und leisten als Kohlenstoffsenken einen Beitrag zum Klimaschutz. Mit Fortschreiten des Klimawandels könnte das sensible System aus dem Gleichgewicht geraten. In einem weltweit einzigartigen Experiment untersucht die Juniorforschungsgruppe der Universität Hamburg die Effekte der globalen Erwärmung auf Salzwiesen des Wattenmeer-Nationalparks. Auf der Hamburger Hallig wurden 27 mit Kuppeln überspannte Untersuchungsflächen eingerichtet, in denen die Lufttemperatur durch die Sonneneinstrahlung wie in einem Gewächshaus ansteigt. Zudem wird der Boden bis in einem Meter Tiefe kontrolliert erwärmt. In dem mehrjährigen Experiment beobachten vier Wissenschaftlerinnen die Entwicklung der biologischen Vielfalt, die Produktion und den Abbau von Biomasse und die Festlegung von Kohlenstoff im Boden.

Warum ist das Projekt nachhaltig?

Im Sinne der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zielt das Projekt ab auf Schutz und nachhaltige Nutzung von Meeren und Küsten und adressiert damit die Nachhaltigkeitsziele 13: Maßnahmen zum Klimaschutz sowie 14: Leben unter Wasser. Mit dem Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis wird auch das SDG 17: Partnerschaften umgesetzt, das auf eine Vernetzung der unterschiedlichen Akteure zielt.

Ziele und Zielgruppe

Das Projekt zielt auf einen transdisziplinären Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. Es bezieht die relevanten Akteure bereits im Forschungsprozess mit ein, indem ein enger Austausch mit der Nationalparkverwaltung angestrebt wird. Die Projektergebnisse werden einen Beitrag leisten, Strategien für ein nachhaltiges Management der Salzmarschen in Zeiten des Klimawandels zu entwickeln.

Was macht das Projekt für Hamburger besonders interessant?

Die Stiftung wurde durch die Hamburger Stifterfamilie Bauer-Hollmann errichtet. Ein Vertreter der Familie begleitet im Stiftungskuratorium die Programmgestaltung, das Auswahlverfahren der eingereichten Antragskonzepte sowie die Evaluation der geförderten Juniorforschungsgruppen im Rahmen von Vor-Ort-Begehungen.



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Kai Jensen

Kontakt

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