Selbstbestimmt und gut versorgt im Quartier - Neue Lösungen für soziale Fragen vor dem Hintergrund des BTHG

Unter dieser Überschrift sind Hamburger Stiftungen am 15. Oktober 2018 in die Kulturküche Alsterdorf zu einem Vernetzungstreffen eingeladen.

Das 2017 in Kraft getretene Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist der Umsetzung der Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) in deutsches Recht verpflichtet. Das neue Teilhaberecht basiert entsprechend auf einem neuen Behinderungsbegriff: Behinderungen werden jetzt als Wechselwirkung zwischen individuellen Beeinträchtigungen und einstellungs- und umweltbedingten Barrieren definiert. Außerdem vollzieht das BTHG den Wechsel von einer bislang vorherrschenden einrichtungsbezogenen Sichtweise hin zu einer konsequent personenzentrierten Leistungsgestaltung, die auf der Selbstbestimmung und den individuellen Zielen der Leistungsberechtigten beruht. Damit rückt die persönliche Lebensgestaltung der Menschen in ihren jeweiligen sozialräumlichen Bezügen ins Zentrum des Leistungsauftrags.

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf startete 2011 ihr Sozialraumprojekt „Q8 – Quartiere bewegen“ und erkundet seit 2014 in dem Modellprojekt Qplus, wie Menschen, die Eingliederungshilfe- oder Pflegeleistungen beziehen, selbstbestimmt und gut versorgt nach ihren Vorstellungen im Quartier leben können. Dabei bezieht Qplus neben den Selbsthilfepotenzialen alle Ressourcen aus dem sozialen Umfeld und dem Quartier sowie technische Lösungen mit ein, bevor professionelle Dienstleistungen erbracht werden. Die aktuelle Gestaltung und die Entwicklungsperspektiven dieser Ansätze unter den Vorzeichen des BTHG stehen im Zentrum des einführenden Vortrags von Frau Hanne Stiefvater, Vorstand der Stiftung alsterdorf.

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